VÖ: 18. Februar 2011 Frontiers Records
Schlicht mit seinem Namen betitelt, ist das erste Solo-Album von Primal Fear-Sänger Ralf Scheepers. Eines gleich schonmal vorweg: "Scheepers" ist alles andere, als eine schnell produzierte reine Ansammlung von Primal Fear-B-Seiten. Der Ausnahmesänger hat sich eine Menge Zeit gelassen - einige der Songs entstanden schon vor zehn Jahren. Natürlich gibt es aber auch einige Querverweise in Richtung Primal Fear: "Locked in the dungeon" oder auch "Play with the fire" sind klassische Uptempo-Metal-Kracher. Doch damit nicht genug. Ralf Scheepers hat eine Vielzahl von Gastmusikern eingeladen, um auf diesem Album mitzuwirken. So singt er die starke rockige Groove-Nummer "Remission of sin" im Duett mit Tim 'Ripper' Owens, und Gamma Ray's Kai Hansen verdelt das über 6-minütige "The pain of the accused" mit seinem Gitarrenspiel. Dazwischen finden sich reinrassige Hardrock-Nummern, wie "Dynasty", oder auch das mit einem genialen Chorus ausgestattete und nicht selten an Axel Rudi Pell erinnernde "Saints of the rock". Hier und da entpuppen sich ein paar Songs sogar als recht symphonisch, wie das eingängige "The fall" oder das ebenfalls über 6-minütige und zu meinen persönlichen Favouriten zählende "Doomsday". Als i-Tüpfelchen eines ohnehin schon starken Albums erweist sich zum einen die fantastische Cover-Version des Judas Priest-Songs "Before the dawn" - bei der Ralf Scheepers sämtliche Instrumente selber eingespielt hat - bis auf die Gitarren-Soli von Viktor Smolski, und zum anderen das abschließende "Compassion" - ein wunderbar gefühlvolles Akustikstück, das gegen Ende sogar einen Hauch irischer Folklore verprüht. Ralf Scheepers hat mit seinem Debut-Album ein durchgehend starkes und absolut überzeuges Album abgeliefert, das neben Primal Fear-Fans auch Hardrock-Freunde gleichermaßen ansprechen dürfte. Durchaus eine kleine Überraschung... (maz)
- 8/10 -
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