VÖ: 23. Januar 2009 Steamhammer
Eines mal gleich vorweg: Wären die vier "A-Lex"-Instrumentals und das recht unnötige "Ludwig van" nicht, dann wäre "A-Lex" fast 15 Minuten kürzer und mir würde die neue Sepultura gut - also richtig gut - gefallen. Das elfte Album der Brasilianer ist das Erste mit Neu-Drummer Jean Dolabella und wieder ein Konzeptalbum - dieses Mal geht es um "Clockwork Orange". Starkes Buch, starker Film. Kann "A-Lex" da mithalten? Jein. Das gesamte Album ist zwar nicht ganz so beklemmend wie der Film, aber verdammt nah dran und ziemlich düster gehalten - z.B. gut eingefangen bei "We've lost you" oder auch "Metamorphosis". Thrash/Core-Eruptionen wie "Moloko Mesto", "Enough said" oder "The treatment" sorgen für plötzliche Adrenalin-Schübe. "Sadistic values" kommt sogar mit dezentem Cleangesang und Bolt Thrower-Anleihen daher, wogegen "Strike" Grip Inc. auf einem Hardcore-Trip nachahmt. Eigentlich hätte ich 8 dicke Punkte für ein Album gegeben, was einfach mächtig ist und mich auch mächtig überrascht, obwohl bei mir spätestens nach "Roots" völlig der Ofen aus war. Dafür hätte es nur 15 Minuten kürzer sein müssen - siehe oben. Das ewige Kreuz mit Konzeptalben... (sw)
- 7,5/10 -
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