SHINING - VII: Född Förlorare

VÖ: 27. Mai 2011
Spinefarm Records

Erst einmal zu den positiven Punkten der Scheibe: Beim Hören wird einem auf jeden Fall nicht langweilig. Shining bringen so viel Abwechslung in ihre Songs, wie es andere Bands auf einer ganzen Scheibe nicht schaffen. Düsterer, atmosphärischer Black Metal - mit entsprechend verzweifelt krankem Gesang - wechselt sich ab mit Klargesang oder auch mit genialen Gitarrensoli. An Einfallsreichtum, Produktion und vor allem dem Gitarrenspiel, lässt sich nicht meckern. Tja, nun stehe ich aber mehr auf puren Black Metal und damit komme ich zu den negativen Punkten: Das ist eindeutig zu viel von allem, immer wenn ich mich in schwarzmetalischer Sicherheit wiege, kommt ein Break und Geschwindigkeit und Stil ändern sich zu langsamen, gefühlvollen Melodien mit klarem Gesang. Dieser klare Gesang ist im Vergleich zur letzten Scheibe "Klagopsalmer" häufiger geworden und kommt leider nicht immer so atmosphärisch dicht wie bei dem Song "Ohm" rüber. Shining fordern dem Zuhörer unglaublich viel ab und während es bei "Människa o'avskyvärda människa" recht flott zur Sache geht (übrigens mein Highlight auf der Scheibe), kann ich mit "I nattens timma" überhaupt nichts anfangen - komplett Klargesang, langsam und langweilig.
Shining haben sich weiterentwickelt und den Pfad des tristen Black Metal lange hinter sich gelassen - ich habe das allerdings nicht. Trotzdem erkenne ich natürlich die musikalische Leistung, die hinter dieser Scheibe steht. Und damit ist "VII: Född Förlorare" - erwartungsgemäß - nichts für Puristen, sondern für anspruchsvolle Black Metaler ohne Scheuklappen. (st)

- 7,5/10 -



 



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