VÖ: 16. April 2010 Century Media
Würde mir der Allmächtige am jüngsten Tag auferlegen, ich müsste für den Eintritt ins Himmelreich mindestens eine klassische Hardcore-Band in mein Herz schließen - es wären wohl Sick of it All! Ist es die Slayer-artige Sturheit, mit der es das Quartett schafft, mit einem neuen Album auch heute noch den jungen Hüpfern zu zeigen, wie man ordentlich Dampf ablässt? Auch. Vielmehr ist es wohl die unbestrittene szeneübergreifende Credibility - schlichtweg die Ehrlichkeit - die Sick of it All wohl zu Recht zur lebenden Legende im NYHC macht. Eine echte Einheit eben, die diesen Status auf dem neuen Album mit 14 knackig-kurzen Granaten (keiner über drei Minuten!) eindrucksvoll untermauert. Und auch hier muss man doppelt den Hut ziehen, sind die Herren Koller und Co. ja nun alle durch die 40 durch, und präsentieren sich immer noch frisch, angepisst, bissig und trotzdem ungemein sympathisch. Generelle Anpieltipps spare ich mir. Subjektiv gehen mir Speednummern wie "Death or jail", "Dirty money" oder "Long as she's standing" aber immer noch am besten rein, weil die sowohl hoch-aggressiven und trotzdem melodischen Backing-Shouts da einfach am Geilsten rüber kommen. (sw)
- 8,5/10 -
|
|
|