SIDEBLAST - Cocoon

VÖ: 28. Januar 2011
Cyclone Empire

Nun, aus diesem Kokon wird zwar definitiv ein Schmetterling schlüpfen, aber die wahre Wunderpracht wird er nicht sein. Das französische Extrem Metal Kommando hat auf seinem zweiten Album alles, was die Szene an guten Zutaten hergibt. Einen Fronter, der herrlich screamen und richtig kehlig growlen kann, und eine musikalische Basis irgendwo zwischen Death Metal der Neuzeit (ohne großartige Technik/Break-Ausschweifungen), Strapping Young Lad, Darkane und vielleicht noch Fear Factory. Die Produktion drückt dir alles aus dem Gesicht und das Blast-getränkte Material prescht so vehement nach vorne, dass man bei guter Laune dazu auch richtig durch die Koje pflügen kann. In meinen Ohren hat "Cocoon" aber eines eben nicht - ein eigenes Gesicht. Die Zutaten sind alle ultrapräzise umgesetzt und dynamisch arrangiert. Doch ein Versuch, etwas mehr Groove zu verbreiten ("Signs") greift nicht so richtig, und wenn man trotz Bleifuß mal melodischer wird ("Insomnia") muss ich sofort an Hypocrisy denken. Tut mir echt leid, Jungs. (sw)

- 6,5/10 -



 



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