SIX FEET UNDER - Death rituals

VÖ: 14. November 2008
Metal Blade

Ganz ehrlich? Das letzte Six Feet Under Album "Commandments" war zwar gut und zeigte die Band wieder auf dem aufsteigenden Ast, reichte aber nicht an die Übermacht der ersten drei Releases heran. Und genau da kommt "Death rituals" ins Spiel und peilt vehement die Windschattenposition hinter "Maximum violence" an. Das beginnt schon beim Opener "Death by machete", der mit einem unheilsschwangeren Akustik-Intro beginnt und danach geht die Death Metal-Post ab. Beim folgenden "Involuntary movement of dead meat" (selten so gelacht) oder bei "Killed in your sleep" kommen sogar entfernt atmosphärische Erinnerungen an Bolt Thrower zu "Realm of chaos"-Zeiten hoch. Ein echtes Kunststück, was die Herren dieses Mal vollbringen - das Tempo wird des öfteren variiert, die Riffs von Steve Swanson erhielten einen neuen Qualitätsanstieg (von den kurzen, aber fürstlichen Soli ganz zu Schweigen) und Chris Barnes gurgelt so herrlich abartig in seinen Bart, daß ich mich frage, ob er im Studio wohl einen Eimer neben dem Mikro hatte ... tja, und abseits der ganzen Todesblei-Kracher ist den Herren mit "Bastard" sogar noch ein astreiner Death-Rocker gelungen, der live mit Sicherheit zum kräftigen Mitgrowlen animieren wird. Fast ein Klassiker.
Fazit: "Death Rituals" zeigt das Florida-Quartett wieder in Bestform. Variabler, ausgefeilter und dabei tiefer und fieser wie schon lange nicht mehr. Ein Ausrufezeichen in Sachen Death mit Groove und Beständigkeit. (sw)

- 8,5/10 -



 



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