VÖ: 07. Oktober 2011 Prosthetic Records
Party.San Auftritt 2011 - mein Erstkontakt mit den Amis war eigentlich sehr gut, so dass ich mich auf das neue Skeletonwitch-Album schon gefreut habe. Doch irgendwas hakt hier. Bei 9 der 11 Tracks bleibt man erst mal konsequent unter der 3 Minuten-Marke. Für Fans kurzer Speed/Thrash-Eruptionen mit wahlweise latentem NWOBHM-Einschlag oder frühzeitlicher Black Metal-Kante eine Wonne. Am ehesten kommt diese Mixtur bei "Of ash and torment", "Erased and forgotten" und "My skin of deceit" zur Geltung. Länger geht nur, wenn man mit einem Akustik-Intro arbeitet ("This horrifying force") und etwas verspielter agiert ("Cleaver of souls"), was aber zeitgleich auch auf Kosten der Aufmerksamkeit geht. Was mich ehrlich gesagt "stört", ist, dass der bleibende Eindruck fehlt. Viele Ideen sind gut, okay, nett, aber der Turbo scheint eine Ladehemmung zu haben. In so manchen Momenten denke ich bei mir, dass hier und dort noch mehr drin gewesen wäre. Und das kann unmöglich nur an der transparenten, wenn auch Druck vermissenden Produktion liegen. "Forever abomination" ist amtliches Old School Gerödel und dürfte so ziemlich jedem Thrash Fan gefallen. Ich zumindest hatte mir doch etwas mehr von diesem Album versprochen und ziehe in Sachen Bissigkeit ein ähnlich gelagertes "Fire up the blades" von 3 Inches Of Blood vor. (sw)
- 7/10 -
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