VÖ: 30. März 2007 Inside Out
Ein Trio mit einem ganz klaren musikalischen Ziel - O-Ton: "It was designed for the masses." Ob man das Ganze nun Alternative Rock oder Modern Heavy Rock nennt, ist zweitrangig. Die Frage ist wohl eher, warum es so geile Musik trotzdem nie in die Ohren der breiten Masse respektive Radio schaffen wird. Die Antwort ist schnell gefunden - sie ist einfach zu anspruchsvoll. Und ich rede jetzt vorrangig vom deutschen Markt. In Amiland könnte es vielleicht sogar klappen. Hierzulande findet das "normale" Ohr ohne einen schnöde runter gezockten 4/4-Takt doch gar nicht mehr durch. Und ein Grossteil der pickeligen Chart-Rock-Fans wird wahrscheinlich nicht mal das Wortspiel im Bandnamen verstehen. Genug ausgekotzt, jetzt zur Musik. Und die ist amtlich. Man nehme einen Drum-Wunderknaben namens Mark Zonder (Fates Warning), dessen Anliegen es ist, Songs auf der Basis von interessanten Drumpassagen zu schreiben. Die werden an Gitarrist/Keyboarder/Bassist Wayne Finlay (MSG) weiter gegeben, der mit gelungenen Hooks und griffiger Saitenarbeit das Grundgerüst ausbaut. Und für Gesang und Text zeichnet sich Greg Analla (ex-Tribe of Gypsies) verantwortlich. Dabei herausgekommen ist ein einfach gutes Stück Modern Heavy Rock (die Bezeichnung gibt die Band selbst vor) mit irre dynamischen Drumfiguren ("Another planet"), fast schon gezielten Anpeilungen Richtung Radio ("Dove"), straighten Rock-Nummern ("Origin") oder verwirrenden Grooves, die beim zweiten Hinhören, als simpel enttarnt werden ("Swept away"). Freunde anspruchsvoller, griffiger Rock-Musik sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren und ein Tipp an alle Nachwuchs-Schlagzeuger - auf dieser Scheibe kann man verdammt viel lernen! (sw)
- 8/10 -
|
|
|