VÖ: 09. Juli 2010 Whirlwind Records
Kaum zu glauben, dass man von Slechtvalk aus den Niederlanden bei uns noch nicht allzu viel gehört hat. Die Band existiert schon seit zehn Jahren, und kann in ihrer Heimat bereits einige Erfolge aufweisen. Mehrere veröffentlichte Alben, darunter sogar schon eine Best of-Scheibe, eine DVD, Platz 2 in den Lowland Charts mit dem 2002er Album "The war that plagues the land", diverse Tourneen, u.a. mit Eluveitie und Endstille, und den Videoclip zu "Thunder of war" (2005) konnte man sogar bei MTV unterbringen. Höchste Zeit also, für den nächsten Rundumschlag. "A forlorn throne" ist vor allem eins: Ein reinrassiges Dark Viking Metal Album, das mal mehr in Richtung Symphonic Black Metal ausbricht ("Forsaken", "Bewailed"), und dann mal wieder mehr in Richtung Folk ("Divided by malice"). Und ich spreche hier ausschliesslich von Viking und Folk, also kein nerviger Humppa Metal - keine Geigen, keine Flöten oder sonstiger Unsinn. Hier herrscht rohe Naturgewalt, teils atmosphärisch und hymnisch ("Enthroned", "Towards the dawn"), teils brachial mit leichten Querverweisen in Richtung Melodic Death Metal ("Allegiance"). Musikalisch mitunter vergleichbar mit Bands wie Suidakra oder auch Manegarm, deren Sänger Erik Grawsiö sogar für ein paar Gast Vocals gewonnen werden konnte. Wer Met aus einem Trinkhorn dem Bier aus einem Plastikbecher vorzieht, sollte Slechtvalk unbedingt mal antesten - und Fans von folkig angehauchtem Symphonic Black Metal sowieso. (maz)
- 7,5/10 -
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