VÖ: 19. November 2010 Steamhammer
Ich glaube, die Band wird sich freuen, wenn ich sie mit Motörhead vergleiche. Wenn eine so stilprägende Band ein neues Album veröffentlicht, entscheiden meistens nur noch Nuancen darüber, ob das Ergebnis einfach nur gut oder doch eher richtig geil ist. Bei "In war and pieces" tendiere ich auf jeden Fall zu Letzterem, weil Sodom auch nach fast 30 Jahren nicht altbacken oder gar selbstkopierend tönen. Neben klassischen Thrasher wie "Hellfire", "Storm raging up" oder "Knarrenheinz" (das Bandmaskottchen bekommt endlich seine Ehrung), überrascht der stampfend eröffnende Titelsong z B. mit fast Machine Head-artigem Riffing, oder man zeigt sich vielschichtig wie bei "Through toxic veins", bzw. fast tiefgründig-melodisch bei "God bless you" und dem beklemmenden "The art of killing poetry". Mein persönlicher Favorit (weil wirklich ungewöhnlich) ist das unheimliche "Feigned death throes", bei dem die Band sogar einen latenten Hang zum Black Metal entwickelt. Stillstand bedeutet eben Rückschritt. Dazu passt auch Waldemar Sorychta (Enemy Of The Sun, Grip Inc.) als neuer Mann hinter den Reglern, der Angelripper, Bernemann und Bobby einen differenzierten, aber richtig knackigen Sound geschneidert hat. Doch egal, was man hier hört - Sodom sind sich unverkennbar treu geblieben. Und deswegen ist "In war and pieces" auch so klasse! (sw)
- 8,5/10 -
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