SOILENT GREEN - Inevitable collapse in the...

...presence of conviction

VÖ: 18. April 2008
Metal Blade

Komisch, ich dachte immer, Soilent Green wären abgedrehter. Nach dem Genuss von "Inevitable collapse in the presence of conviction" werde ich das wohl noch mal prüfen. Fakt ist, daß die Boys aus Louisiana auf ihrem 5. Longplayer zwar ganz viel mischen, aber das so flüssig als wäre es das Normalste von der Welt. Da wird Thrash mit Grindcore oder Death mit Hardcore gekreuzt. Oder noch vielleicht ein bißchen Doom dazu? Klar, wechselt man fast im 30-Sekunden-Takt, so kann man bei 41 Minuten Spielzeit und 11 Songs verdammt viel erleben. Doch egal ob schnell oder langsam, alles wird immer wieder durch herrliches Down-mäßiges New Orleans-Flair durchzogen, was selbst den wütenden Baller-Eruptionen einen Hauch von Spaß einflößt. Allein die Westerngitarre am Anfang von "In the same breath" ist schon spitze, bevor es herrlich in den Lauschlappen kracht.
Abgesehen von den schnellen aber flüssigen Verbindungen zwischen den jeweiligen Stilen, gibt es aber zwei Konstanten auf "Inevitable...": Zum einen das kräftige und nie aufdringlich wirkende Organ von Ben Falgoust (auch Goatwhore), welches zu jeder Gemütslage der Musik passt. Und zweitens die Killerproduktion von Erik Rutan, die ebenfalls jede musikalische Wendung als absolut authentisch präsentiert.
Ein Hammer-Album, welches man sich zwar erarbeiten muss, dafür aber fürstlich belohnt wird. (sw)

- 8/10 -



 



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