VÖ: 27. Mai 2011 Spinefarm Records
Wenn bei einer Band die Liste der ehemaligen Bandmitglieder länger ist, als die der Veröffentlichungen, dann läuft da anscheinend irgendetwas nicht ganz rund. Und beim Durchhören des neuen Albums "The fight of our lives" der fünfköpfigen Truppe aus Knoxville/Tennessee um Sängrin Alexis Brown, wird mir dann scheinbar auch klar, was das vielleicht sein könnte. Auf der einen Seite finden sich auf dem Album Songs, die nach dem klassischen Metalcore-Schema funktionieren, also Growls in den Strophen (wobei Sängerin Alexis dabei nicht selten an Candace Kucsulain von Walls Of Jericho erinnert), cleane Refrains, Breakdowns - das übliche halt. Die ersten drei Songs - "Tear down the sky", "Conversion" und "Laughing in the rearview" - verfahren nach diesem Muster. Bis es dann bei "Cold front" eine 180 Grad-Wendung gibt. Plötzlich erklingt radiokompatibler Alternative Rock, der an Flyleaf oder Paramore erinnert. Und das setzt sich dann bei "Never surrender", "Living dead" und dem schmachtenden "Ashes in the wind" fort. Irgendwie scheint die Band selber nicht zu wissen, was sie nun genau machen möchte. Soll es nun Metalcore sein, oder doch lieber der typische massentaugliche US-Rock. Genau das macht "The fight of our lives" zu einem Album, das zwar prinzipiell ganz ordentliche (mit vereinzelten Ausnahmen nach oben) Einzel-Songs aufweisen kann, aber als komplettes Werk weder homogen, noch flüssig ist, und deswegen den Gesamteindruck etwas schmälert. (maz)
- 6,5/10 -
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