STRIKER - Eyes in the night

VÖ: 23. April 2010
Iron Kodex Records

Sehen wir der Wahrheit ins Auge - "Eyes in the night" ist ein fast perfektes Metal-Album mit winzig kleinen Schönheitsfehlern. Auch wenn ich mich nicht permanent im traditionellen Metal-Bereich herumtreibe, fällt mir beileibe keine Band der Neuzeit ein, die derart frisch, unverbraucht, stürmisch und frei von jeglichen Trendanbiederungen den geneigten Headbanger in den siebten Himmel katapultiert. Endlich stellt mal eine Band ihre technischen Fähigkeiten (ohne die man heutzutage ja kaum noch was werden kann) in den Dienst von unverfälschtem, klischeefreiem Metal!
Das blutjunge Quintett aus Alberta/Kanada macht auf seinem ersten Longplayer (nach der 2009er Debüt-EP "Road warrior") absolut keine Gefangenen. Wenn ein Opener schon "Full speed or no speed" heißt, brennt die Luft. Allein was die Gitarrenfront so auf ihren Sechssaitigen zaubert, lässt das eh schwache letzte 3 Inches of Blood-Output völlig alt aussehen. Zudem haben Striker mit Dan Cleary einen irren Sänger in den Reihen, den ich speziell bei den (nicht selten genutzten) Screams zur aggressiven Variante von Metalium's Henning Basse küre. Ein wahrer Glücksgriff! Und die Songs? Ja, die sitzen quasi alle. Egal ob sie "The white knight", "Believe in me", "Voice of rock" oder "Never ending nights" heißen. Ich werde jetzt nicht alle Zehn analysieren. Denn wenn es selbst nach mehreren Durchläufen immer noch schwer fällt, andere Bandnamen als Vergleich heran zu ziehen, ist das wohl definitiv das Beste, was einer Band passieren kann.
Tun wir also einfach mal das, was wir in guten alten Zeiten immer getan haben - ein fast perfektes Metal-Album mit winzig kleinen Schönheitsfehlern immer und immer wieder geniessen und sich auf den ersten Europa-Auftritt beim diesjährigen KEEP IT TRUE-Festival freuen. (sw)

- 9,5/10 -



 



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SICK OF IT ALL - Based on a true story