VÖ: 20. November 2009 Nuclear Blast
Nach Mantic Ritual nun der nächste Thrash-Batzen aus dem Hause Nuclear Blast, aber dieses Mal aus Griechenland herangezogen. Und ich dachte am Anfang wirklich, ich wäre krank, weil dieses Album sprichwörtlich an mir vorbei jagt. Aber die Szene liebt sie doch - Kreator's Mille findet sie geil und Maurice von Legion of the Damned spricht sogar von der griechischen Antwort auf Slayer. Jetzt aber mal Butter bei die Fische - es reicht nicht, durch alle Songs in einem amtlichen Tempo mit schicken (bei genauerem Hinhören recht gleichförmigen) Riffs durchzubraten. Das konnten Slayer auf "Reign in blood" nämlich schon - aber die hatten (und haben noch) diese unbändige Energie, die den Hörer von der ersten bis zur letzten Sekunde völlig ausflippen lässt. DAS fehlt hier. Allein der Gesang wirkt viel zu eintönig geröchelt - selbst die kanadischen Razor waren da lebendiger. Genug des Meckerns - was "Sanctify the darkness" definitiv ist, ist fucking old school und sonst gar nichts. Das Tempo ist fast immer hoch und die Riffs atmen die 80er-Luft en masse. Und das zeitweise "Herunterspulen" der Lyrics erinnert wirklich charmant etwas an Razor ... irgendwie alles die gleiche Suppe. Vielleicht stört mich auch nur, dass man uns Suicidal Angels als die nächste Sensation verkaufen will. Jedoch kann ich so weit nicht mitziehen. Ein gutes Thrash-Album mit elf Songs voll auf die Glocke und keinem wirklichen Hit. Aus der zweiten Thrash-Welle erachte ich einige Bands als besser. (sw)
- 7/10 -
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