VÖ: 27. Mai 2011 Massacre Records
Im ersten Moment dachte ich wirklich, hier schickt sich jemand an, den Ende des Jahres vakant werdenden Death Metal-Thron von God Dethroned anzupeilen. Die Riffs, das viehische Drumming, die immer wieder eingestreuten, fiesen Thrash Parts, das charakteristische Todesgeröchel - ja, im dritten Album der Holländer Supreme Pain steckt traditionelles Herzblut. Dass man mit Sinister-Fronter Adrie Kloosterwaard und ex-Sinister-Drummer Paul Beltman gleich zwei Szene-Kenner an Bord hat, ist natürlich passend. "The dark army", "Trapped in heresy" oder "The fallen kingdom" sind schon Reißer, die man als Death Metal-Fan gerne hören möchte. Aber vielleicht habe ich auch schon "zu viel" in den letzten 20 Jahren gehört. Nennt mich meinetwegen kleinlich. Das Eröffnungsriff des Titelsongs wurde doch sehr stark von Bloodbath's "Mock the cross" adaptiert. Die Drum- und Gitarren-Pattern bei "Towards hell" kennen wir fast identisch von The Black Dahlia Murder's "A vulgar picture" und der Beginn von "Treasonous disease" kommt mir auch ziemlich vertraut vor. Versteht mich nicht falsch. Eigentlich würde ich "Divine incarnation" als ein richtig geiles Death Metal Album bezeichnen. Doch durch genannte Fauxpas bleibt den Tulpenpflückern leider der Sprung in die 8-Punkte-Region verwehrt - der Zugang zum God Dethroned-Thron somit definitiv auch. (sw)
- 7,5/10 -
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