SWALLOW THE SUN - Emerald Forest And The Blackbird

VÖ: 03. Februar 2012
Spinefarm Records

Die Finnen wissen wohl, dass der Winter bei uns noch auf sich warten lässt bzw. vielleicht (?) später kommt. Das letzte Album erschien Ende November 2009, jetzt verlagert man sich in den Februar und trifft musikalisch genau den Zahn der (meteorologischen) Zeit. Solch ein Album kann man nicht im Sommer hören. Aber reden wir nicht über das Wetter, sondern darüber, welch grandioses Stück schwermütiger Melancholie das Sextett dem eh schon starken Vorgänger "New Moon" folgen lässt. Der eröffnende Titelsong ist unheimlich, schön, böse, verlockend - die CD beginnt fast wie eine große Geschichte. Und die Geschichte von "Emerald Forest And The Blackbird" hat alles, was das Herz begehrt. Einen ungewöhnlich entspannten Track gleich an zweiter Position ("This Cut Is The Deepest"), eine fast liebliche Melange mit Black Metal-Elementen ("Hate", "Lead The Way" - mit ergreifendem, als auch geiferndem Chorus), eine 1A-Trauerweide ("Hearts Wide Shut"), einen "Hit" ("Silent Towers") und mit "Labyrinth Of London (Horror Pt. IV)" sogar eine kurzzeitige Öffnung gen Enslaved-schen Sphären. Bei "Cathedral Walls" wird der Hörer dann noch von einer wirklich lieblichen Frauenstimme umgarnt, die sich als Nightwish-Chanteuse Anette Olzon (!) enttarnt - und sie passt perfekt zu dieser "Doom Death Halbballade". Den Rest von "Emerald Forest And The Blackbird" müsst ihr euch aber schon selbst zu Gemüte führen. Denn wie bei jeder Geschichte sollte man nicht alles verraten. Einem guten Buch gleich kann man von Anfang bis Ende völlig in die Story versinken und genießt sie danach trotzdem immer wieder gerne. (sw)

- 8,5/10 -



 



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