VÖ: 27. November 2009 Spinefarm Records
Zu dem, was die Finnen auf ihren bisherigen Alben so getrieben haben, kann ich herzlich wenig sagen. Daher sind keine Vergleiche mit der Vergangenheit zu erwarten. Was sie aber auf Album Nr. 4 anstellen, verweilt doch sehr lange in meinen Lauschern. Ein hochatmosphärisches, melodisches Doom-Death Album erster Kajüte. Mich drückt es förmlich in die Sitze. Und das liegt quasi an allem, was "New moon" zu bieten hat. Schwer doomig mit dezenten Wechseln in den zweiten Gang, starke Melodien, die zum heimeligen Träumen und Abschweifen einladen, und Sänger Mikko Kotamäki (auch bei den kürzlich vorgestellten Barren Earth), der das gesamte Spektrum von angenehm clean über bissig schwarz zu tödlich tief mit Inbrunst und Hingabe vorträgt. Nicht selten wird dem Doom-Fan eine gewisse Ähnlichkeit mit der britischen Trauer-Ikone My Dying Bride auffallen, doch Plagiatsvorwürfe werden allein schon wegen der Herkunft eigenständig und gekonnt abgeschmettert. Mit "Falling world" kratzt die Band auch mal kurz am Hit-Status und macht im Gegenzug sämtliche vermeintliche Trendanbiederungen mit dem Ende in U.D. (kurz für: Ultra-Doom) bei "Weight of the dead" zunichte. Kurzum - eine wirklich schön-schwermütige Scheibe mit der nötigen Grundhärte für die anstehende Herbst/Winter-Zeit. (sw)
- 8,5/10 -
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