SYBREED - The pulse of awakening

VÖ: 20. November 2009
Listenable Records

Was für eine interessante Mischung, die uns die Schweizer von Sybreed auf ihrem dritten Album präsentieren. Ein bisschen Fear Factory, ein bisschen Raunchy, und viele eigene Akzente, die den "Future Metal" des Quartetts zu einem interessanten Feuerwerk machen, das im Laufe von 12 Songs abbrennt, und vor teils ungewöhnlichen Einflüssen nur so strotzt.
Nehmen wir mal "A.E.O.N.", das entfernt an Dimmu Borgir erinnert, und mit der zwischenzeitlich verzerrten Stimme plötzlich 80er Jahre-Flair aufkommen lässt. "Doomsday party" verbeugt sich vor Peter Tägtgrens PAIN, und wenn man sich beim sehr ruhigen "In the cold light" die Gitarren wegdenkt, kommen einem fast zwangsläufig Depeche Mode in den Sinn, zumal Sänger Benjamin in den clean gesungen - und meist recht melancholischen - Passagen, ohnehin eine gewisse Ähnlichkeit mit Dave Gahan hat. Die Liebe der Band zu den 80ern spiegelt sich dann auch in der Coverversion "Love like blood" wider, einem Hit der Band Killing Joke aus dem Jahre 1985.
Das alles soll jetzt aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass "The pulse of awakening" trotz aller Einflüsse vor allem eins ist: Ein hochmodernes Metalalbum, das es mit komplexen Rhythmen (aber noch weit entfernt von Meshuggah), und jeder Menge Tempo-/Gesangswechseln perfekt versteht, meist großartige Spannungsbögen aufzubauen, die einen einfach nur mitreissen und träumen lassen. Zwar ist die Stimme des Sängers vermutlich nicht jedermanns Geschmack, aber antesten sollte man diese kleine Perle unbedingt! (maz)

- 8/10 -


 



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