VÖ: 07. Oktober 2011 Nuclear Blast
Texas In July aus Ephrata/Pennsylvania haben 2009 mit ihrem Debütalbum "I am" durchaus einiges an Staub in der Szene aufgewirbelt. Zu Zeiten der Gründung (2007) waren die Bandmitglieder gerade mal 18 bis 21 Jahre alt. Mit "One reality" steht nun der Nachfolger ins Haus, mit dem Texas In July beweisen müssen, dass sie den damaligen Lobesgesängen auch gerecht werden. Und sie schaffen es tatsächlich, das gute Debüt in vielerlei Hinsicht zu toppen: Da wäre zum einen der Gesang von Fronter Alex Good, der nun ein ganzes Stück variabler klingt. Außerdem wurde der Anteil an Breakdowns etwas heruntergefahren. Stattdessen findet man viel mehr Melodien, Gitarrensoli, ausgearbeitete Songstrukturen und mehr Liebe für Details. Metalcore ist es aber immer noch. Allerdings gänzlich ohne cleanen Gesang und hier und da kann man sogar durchaus fließende Grenzen zum melodischen Death Metal heraushören. Die Parallelen zu Bands wie vor allem August Burns Red sind immer noch allgegenwärtig, dennoch schafft man es zumindest ansatzweise, seinen eigenen Stil mit gewissem Wiedererkennungswert zu finden. Da hageln zwar nach wie vor amtliche Breakdowngewitter ("Magnolia", "Our freedom", "One reality") und was sich an vereinzelten akustischen Parts in "No greater love" bereits andeutet, wird dann im folgenden rein akustisch gehaltenen Instrumental "May" perfektioniert - ein wirklich großartiger Song. Allerdings muss man auch gestehen, dass einige Songs über ein "gut" kaum hinauskommen. Wenn aber die positive Entwicklung der Band in dieser Form weitergeht und man beim nächsten Mal vielleicht noch zwei oder drei amtliche Hits im Gepäck hat, steht größeren Zielen eigentlich nichts mehr im Wege. (maz)
- 7,5/10 -
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