TEXTURES - Dualism

VÖ: 23. September 2011
Nuclear Blast

Neuer Sänger, neuer Keyboarder, neues Label - viele Veränderungen im Hause von Textures aus Tilburg. Album Nr. 4 der Niederländer setzt zwar den Weg des Vorgängers "Silhouettes" (2008) fort, ist allerdings auch um einiges melodiöser und gefälliger ausgefallen, ohne jedoch allzu mainstreamig zu klingen. Die Songs bewegen sich zumeist in Bereichen von 4-6 Minuten, sind nach wie vor sehr vertrackt, progressiv und polyrhythmisch und mögen beim flüchtigen Reinhören sicherlich auch etwas sperrig und wenig eingängig wirken. Musikalisch irgendwo zwischen Opeth und soften Meshuggah, zwischen Prog Metal und Prog Rock, und Daniel de Jongh (Neuzugang am Mikro) bewegt sich sehr stilsicher zwischen fast-schon-Core-Shouts und cleanen Parts, die mitunter sehr gefühlvoll und melancholisch klingen, und die die zumeist sehr beeindruckende Atmosphäre des Albums perfekt wiedergeben. Und auch musikalisch wandelt man auf dem schmalen Grat der Gegensätze. Zwischen Zerbrechlichkeit und Aggression, sowie ruhigen verträumten Passagen und metallischer Wucht hat "Dualism" nahezu alles zu bieten. Zugegeben braucht es ein paar Durchläufe mehr, um einen Zugang zu den elf Songs zu finden, aber hat man das erstmal geschafft, erwarten einen wirklich große Songs wie das traumhaft instrumentierte "Reaching home", das mitunter düster-schleppende "Arms of the sea", das sehr amerikanisch klingende "Consenant hemispheres", sowie das einfach nur starke Instrumentalstück "Burning the midnight oil". Klasse Album für alle Fans von modernen progressiven Klängen jenseits allen Mainstreams. (maz)

- 8/10 -



 



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