VÖ: 10. August 2007 Metal Blade
Einen Moment mal - das sind Amis aus Tampa/Florida? Und ihr Debüt "From your grave" war eines der meist verkauftesten für Metal Blade in 2005? Wenn das Ding auch nur ansatzweise so gut klingt wie vorliegender Nachfolger, muss ich die sofort haben. Was macht The Absence also aus? Okay, sie haben - wie viele Amis - eine Vorliebe für Arch Enemy, was man hauptsächlich bei der soliden Saitenfraktion merkt. Dazu gesellt sich noch ein Stück Carcass aus ihrer "Heartwork"-Phase und abgerundet wird "Riders of the plague" durch mächtigen Melodic-Schweden-Death ohne Keyboard-Firlefanz oder gar pseudo-zerbrechliche Clean-Vocals. Nein, hier wird noch mit der Keule regiert. Gleich der eröffnende Titeltrack reisst dir erbarmungslos die Rübe ab. Wie auf der gesamten Scheibe finden sich bereits hier fast alle Facetten der Band, die mit einer unheimlich beängstigenden Präzision zelebriert werden. Die technischen Möglichkeiten zeigen sich immer in den richtigen Momenten und lassen das griffige und schlüssige Songwriting immer im Vordergrund. Jeder Song ist ein kontrollierter Schlag in die Magengegend, dessen Nachbeben sich dann in den Nackenmuskeln austobt. Schweden-Killer wie "The murder" oder "The victorious dead" stehen einträchtig neben Groovern wie "Echos" (herrlich furztrockenes Riff!). Und dass der geneigte Fan hier zusätzlich auch so manche amerikanische Thrash-Verbeugung heraushören wird, liegt nicht zuletzt an der hammermässigen Coverversion von Testaments "Into the pit". Eines noch: Glasklar, dass man diesen Sound nicht mehr neu erfinden kann. Deswegen ist es mir auch völlig egal, dass man die eine oder andere Passage in ähnlicher Form kennt. In "Riders of the plague" steckt Herzblut. Das hört man und das reisst mich richtig mit! (sw)
- 8,5/10 -
|
|
|