VÖ: 20. Februar 2009 Century Media
Nachdem das Debutalbum des kanadischen Quartetts ("Once only imagined", 2007) ein durchaus ordentlicher Einstand war, liegt mit "Lullabies for the dormant mind" nun das Nachfolgewerk vor. Die Band versteht es nach wie vor, unterschiedliche musikalische Einflüsse zu verarbeiten. Ein bißchen Thrash/Black/Grindcore und "modern Metal" hier, ein bißchen Oper/Klassik dort. Nun habe ich allerdings das Problem, daß sich mir das Album auch nach stundenlanger Dauerrotation nicht so wirklich erschließt. Es bleibt einfach zu wenig hängen. Es fehlen die "Aha!"-Momente, die einen aufhorchen lassen. Man möge mich aber nicht falsch verstehen: Technisch ist "Lullabies for the dormant mind" ein gutes Album, und auch die Gesangsleistung von Frontfrau Alissa White-Gluz ist wirklich beeindruckend - von Lacuna Coil'schem Gesang bis hin zu "fast schon Death Metal-Gegrunze" ist die stimmliche Bandbreite nicht nur qualitativ entsprechend hoch. Und wo ist nun das Problem? Ganz einfach: Mir erscheinen die Song zu überladen, zu undurchsichtig, zu konstruiert. Unmengen an Breaks und Tempiwechseln sorgen eher für Verwirrung, als daß sie einem positiven Gesamteindruck dienlich wären. Songs wie beispielsweise "Waiting out the winter" oder "The sentient" lassen zwar das Potential der Band erkennen, kommen aber letztendlich dann doch nicht auf den Punkt. Und das ist wirklich schade, denn ich glaube, daß diese Band durchaus größere Taten vollbringen könnte. Vielleicht beim nächsten Album. (maz)
- 6,5/10 -
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