VÖ: 11. Januar 2008 Metal Blade
Daß man die skandinavische Metal-Rechnung nicht ohne Dänemark machen darf, wissen wir nicht erst seit Illdisposed, Mercenary oder Volbeat. Auch The Arcane Order mischen seit ihrem Debut "The machinery of oblivion" (2006) ordentlich mit und servieren nun mit "In the wake of collisions" ihr zweites Album. Musikalisch hat man sich in gewissen Punkten durchaus weiterentwickelt. Erinnerte das Erstlingswerk noch ein bißchen an HateSphere, tauchen nun Vergleiche mit Strapping Young Lad auf, allerdings ohne deren Abgedrehtheit. Was The Arcane Order dabei auszeichnet, und von so mancher anderen extremen Metalband unterscheiden mag: Hier wird noch mit Melodie und Abwechslung geknüppelt. Als Beispiele seien "Eruptions of red" oder "Death is imminent" genannt. Abgesehen von der Härte des Albums gibt es noch einen zweiten entscheidenden Unterschied zur Hauptband von Sänger Kasper Thomsen (Raunchy), denn "eingängig" definiert sich nun wirklich anders. "In the wake of collisions" ist vielmehr eine Herausforderung an den anspruchsvollen Hörer, sich im Laufe von mehreren Durchläufen immer mehr Details und Feinheiten zu erarbeiten. Die musikalischen Einflüsse reichen von Black Metal bis Metalcore, und bewegen sich letztendlich grob in der Schnittmenge aus Modern Thrash und Symphonic Death, wobei insbesondere die perfekt platzierten und dezenten Keyboardeinsätze für einen oftmals bedrohlich-kalten Sound sorgen. Produzent Jacob Hansen - der "dänische Peter Tägtgren" - hat einmal mehr eine perfekte Arbeit abgeliefert, und mit "In the wake of collisions" haben The Arcane Order ihren Stellenwert einmal mehr unterstrichen. (maz)
- 8,5/10 -
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