VÖ: 18. September 2009 Candlelight Records
Mal wieder Zeit für eine neue Schublade oder eine erneuerte Schublade? - New Doom, Sludge Doom. Egal wie, aber mit dem Doom, den die Metaller gemeinhin kennen (z.B. Candlemass, Solitude Aeturnus, St. Vitus) hat dieses Quintett aus Chicago bis auf das schleppende Grundtempo eigentlich gar nix gemeinsam. Die SlowMo-Riffs erinnern manchmal eher an schlecht gelaunte Down ("One amongst the wheat fields") und die musikalische moderne Umsetzung (Produktion, Gesang) lässt sogar Vergleiche mit The Ocean zu. Am Anfang noch etwas schleppend und sperrig, entwickelt sich dieses Debüt aber mit zunehmender Spielzeit zu einem Rauschmittel. Mögen die vorrangig Core-igen Vocals für so manchen auch verstörend sein, es passt zur Musik und die gelegentlich cleanen Darbietungen verleihen dem Material noch mehr an Tiefe. So heroisch und wunderschön, wie der Albumtitel es ankündigt, ist "A glorified piece of blue sky" zwar (noch) nicht, doch viel fehlt da meines Erachtens nicht mehr. Wem die genannten The Ocean zu viel mit Metal-fremden Instrumenten hantieren, liegt bei The Atlas Moth richtig. Ein Zitat aus dem Presseinfo trifft es aber auch ganz gut: "Ihr seid im Sumpf aufgewachsen, tragt ein Black Sabbath-Shirt und esst den ganzen Tag nur Grillhähnchen? - Dann ist das eure Band." (sw)
- 7,5/10 -
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