VÖ: 22. Oktober 2010 Massacre Records
Das Tempo merklich zu drosseln, kann Verwirrung auslösen. Den einzigen Gitarristen auswechseln zu müssen, kann Schwierigkeiten hervorrufen. Doch die dänischen Detonatoren von The Burning haben beides vorzüglich gemeistert, und präsentieren sich auf ihren dritten Album kompromissloser denn je. Der neue Saitenmeister nennt sich Alex The Kid (richtig: Alex Kjeldsen/ex-Dawn of Demise), und auch wenn das Gefühl einer Auswechslung nicht wirklich da ist, bereichert er den Sound der Crossover-Thrasher immens. Wie erwähnt, wurde das Tempo stark zurück genommen und genau da greift Alex ein und verwandelt mit kraftvollen Riffs und einem hinterhältigen Melodie-Gespür Groove-Monster wie z.B. "Flames be your friend", "Swing the pendulum" oder den wuchtigen Rausschmeißer "Disownment" in Ungetüme, die derbe mitreißen. Unter Mithilfe der drückenden Rhythmus-Abteilung, und einem wie immer herrlich angepissten Johnny Haven am Mikro, kratzt man manchmal sogar an Slayer-Morbidität oder gar an der Dynamik von Slipknot ("Bait the hook"). Bei so einer ausgewogenen Mischung stört es auch gar nicht (eher im Gegenteil), dass der Titelsong mit seinen "Hail - Kill - Fire at will"-Gangshouts und einem bastardigen Saxon/Prist-Hommage-Riff punktet. Für die reinen Thrasher unter euch, die auch mit der 90er Version dieses Genres konform gehen, hat man mit "Turn or burn", "The nihilist life" oder "Inverted cross syndrome" natürlich auch einige knackige Speedster am Start. Dafür aber immer noch keine Überhits, doch bei dem beeindruckenden Gesamtbild kann ich die 8 Punkte gar nicht fett genug schreiben. All hail the horde! (sw)
- 8/10 -
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