VÖ: 23. Oktober 2009 Rising Records
Wann ist eigentlich das Potential dieser ganzen jungen modernen Extrem-Metalbands aus dem Vereinigten Königreich erschöpft? Die Bands schießen dort förmlich wie Pilze aus dem Boden ... und es scheint kein Ende in Sicht - was mich persönlich nun aber auch nicht wirklich stört. Die nächste Truppe aus UK heißt nun also The Dead Lay Waiting. Man vermutet zwar im Vorfeld bereits die nächste Deathcore-Frickel-Emo-Boygroup - und zugegeben, für das CD-Cover und die Frisur des Sängers müsste es locker einen Punkt Abzug geben, aber hier wird schließlich keine Optik bewertet, sondern die Musik. Und genau diese ist es dann auch, die die Jungspunde in einem etwas anderen Licht erscheinen lässt. Eher (Melodic) Death und kein Frickel-Core. Also modern und brachial, aber äußerst melodisch, und statt des "befürchteten" Death-/Mathcore gibt es Metal- und Hardcore-Anleihen, also kurze und knackige Songs, die auf den Punkt kommen, und kein endloses Gefrickel ohne erkennbare Strukturen. Sänger Luke macht dabei bei jedem Song eine ausgesprochen gute Figur - sowohl bei den Growls, als auch bei den cleanen Passagen, wobei speziell ein ansonsten starker Song wie "Anxiety of an obsession" im Refrain fast schon eine Spur zu glatt und eingängig ist. Dennoch versteht es die Truppe recht ordentliche Songs zu schreiben, die durchaus schnell im Ohr bleiben, auch wenn hier und da sicherlich noch einiges mehr geht. "We rise" ist sicherlich kein Album für die Ewigkeit, und es bleibt auch abzuwarten, wie weit (und wohin) es diese Band bringen wird, aber die Jungs haben auf jeden Fall ein gutes Debut-Album rausgehauen. (maz)
- 7/10 -
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