VÖ: 09. September 2011 Roadrunner Records
Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis The Devil Wears Prada aus Dayton/Ohio bei einem größeren Label landen werden. Seit 2005 hat sich der Sechser kontinuierlich nach oben gespielt, kann mittlerweile einen enormen Stellenwert innerhalb der Szene aufweisen und auch die letzten Verkaufszahlen und somit Chartplatzierungen sprechen da eine deutliche Sprache. "Dead throne" ist nun das vierte Album der christlichen Metalcoreler und verbindet geschickt die großartigen Melodien des Vorgängeralbums "With roots above and branches below" (2009) mit der Härte der 2010er "Zombie"-EP. Warum amerikanischer Metalcore aber nun zwangsläufig immer irgendwie nach As I Lay Dying klingt, ist zwar letzendlich egal, aber die Parallelen speziell in den clean gesungenen Refrains sind bei Titeln wie "Forever decay", "Holdfast" und vor allem "Mammoth" (!) mehr als deutlich, was aber keinesfalls negativ ist. Zwischen all der Härte, Brachialität und dem bitterbösen Organ von Fronter Mike Hranica verstehen es The Devil Wears Prada aber auch, nicht mit Abwechslung zu geizen. Das wirklich traumhafte Instrumental "Kansas" lockert das Album zur Halbzeit auf, dazwischen findet sich das etwas ruhigere "Chicago", das von dezenten Keyboard-Klängen untermalte "R.I.T." und das starke Stakkato-Riffgewitter in "Untidaled". "Dead throne" bietet im 3-Minuten-Takt 13 knackig kompakte Kracher, die von Adam Dutkiewicz (Killswitch Engage) perfekt in Szene gesetzt wurden. The Devil Wears Prada haben sich im Vergleich zum Vorgängeralbum nicht nur in Sachen musikalischer Komplexität und Qualität ein ganzes Stück weiterentwickelt, sondern dürften nun auch das Level der bereits erwähnten As I Lay Dying erreicht haben. Besser kann amerikanischer Metalcore aktuell kaum klingen. (maz)
- 8,5/10 -
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