VÖ: 21. Oktober 2011 Artist Station Records
"All you have" ist das zweite Album des Quintetts The Flaw aus Dortmund und wieder eine dieser Bands, bei der so mancher alleine schon bei der Tatsache, dass man eine FrontFRAU hat und zudem Düster-Rock/Metal spielt, bereits dankend abwinken würde. Doch ich bin ja tolerant und gebe grundsätzlich jeder Scheibe/jeder Band eine Chance. Der Titelsong und Opener lässt jedoch gleich schon befürchten, wenn sich im Laufe des Albums nichts Grundlegendes ändert, dann werde ich verdammt tapfer sein müssen. Dünner Song, dünne Stimme, lahme Produktion (trotz Frank Bornemann - u.a. Helloween, Guano Apes), kurzum: Pure Langeweile gepaart mit songschreiberischer Banalität. Und die nachfolgenden Songs werden mitunter sogar noch unerträglicher. Dass das Vorgängeralbum angeblich positive Kritiken in den Magazinen Zillo und Sonic Seducer erntete, mag sicherlich sein, wenn jemand auf dieses extrem seichte Düsterrock-Gedudel steht, das mit Metal ungefähr soviel zu tun hat, wie Lacrimosa mit Slayer. Zugegeben blitzt zwar hier und da mal ein ordentliches Riff durch, aber das reißt diesen Karren zweifelsfrei nicht mehr aus dem Dreck. Den Gipfel erreicht dann Sängerin Alexandra, die bei "Nothing remains" versucht, irgendwelche Töne ewig lange hinauszuziehen, was dem reinsten Katzengejaule ähnelt (wo ist die "Skip"-Taste!?). Wer auf einschläfernden, depressiv-melancholischen und extrem dünnen und langweiligen Dark Rock mit einer mittelmäßigen Sängerin steht, der kann hier gerne mal reinhören. Allen anderen sei dringendst davon abgeraten. Dieses Album ist genau das GEGENTEIL von dem, was der Pressetext (wieder mal) verspricht: "stilsichere Kompositionen", "clevere Arrangements, zündende Hooklines und bestechende Atmosphäre", "leidenschaftlich-dunkle Atmosphäre" ... usw. usw. ... aus Sicht eines Metal-Magazines einer der absoluten Tiefpunkte des Jahres und meine niedrigste Punktevergabe aller Zeiten! (maz)
- 3,5/10 -
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