THE GATES OF SLUMBER - The wretch

VÖ: 08. April 2011
Rise Above Records

Verdammtes Internet. Irgendwo musste ich schon lesen, dass jemand die neue Scheibe des US-Trios "bekifft" findet. Klingt hart, ist aber auch nicht unbedingt weit von der Wahrheit weg. Zu recht ist diese Platte ein Schuft ("The wretch"), denn sie zehrt manches Mal ganz schön an den Nerven des Hörers, wenn er nicht mit leichtknarzigen Doom-Riffs, teils wirklich schleppenden Beats und einer an St. Vitus und alte Black Sabbath-Zeiten erinnernde "Nebel-Hippie"-Atmosphäre klar kommt. Man geht also noch einen Schritt weiter als auf der letzten Scheibe "Hymns of blood and thunder", gräbt noch weiter in seinen Wurzeln, und zieht dieses Konzept konsequent durch. Soli werden nur vom pumpenden Bass begleitet, Karl Simon leidet beim Singen sehr authentisch und musikalisch steht man mehr denn je in der Tradition der genannten Vorreiter. Teile von "Castle of the devil" dürften der Atmosphäre des Sabbath-schen "Planet Caravan" entsprungen sein. Grund genug für Jünger der Doom-Anfänge, hier zu zu schlagen. Wer aber die hymnischen The Gates Of Slumber-Elemente etwas mehr geliebt hat, muss sich mit "The wretch" wohl einen Moment länger auseinander setzen und dann entscheiden. (sw)

- 7,5/10 -



 



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