VÖ: 18. März 2011 Eigenvertrieb
Ich kann mich noch gut an das Jahr 2009 erinnern, als ich mir das damals frisch erschienene 3-Track-Demo der Truppe von deren MySpace-Seite heruntergeladen habe. Danach wurde es etwas ruhiger, aber nur scheinbar: Der Fünfer aus dem nordrhein-westfälischen Düren spielte in der Vergangenheit viele Shows im In- und Ausland und hat am ersten Album gearbeitet, das nun endlich vorliegt. "Anthropomorphic" enthält elf Songs, die Hardcore und Metal auf höchst angenehme und homogene Art und Weise miteinander verschmelzen. Mal überwiegt der Hardcore-Anteil ("Clients"), mal der Metal-Anteil ("Prom night"). Alles ausgestattet mit der nötigen Portion Härte, Aggression und ordentlichen Breakdown-Gewittern, wie vor allem im Titelsong oder auch bei "Kansas City shuffle". Die Instrumentalfraktion macht dabei einen ebenso klasse Job, wie Fronter Timo Leisten, der manchmal bis in Deathcore-Regionen vorstösst. Trotzt durchgehend bis zum Anschlag durchgetretenem Gaspedal schaffen es elf Songs immerhin noch auf knapp 38 Minuten, wobei vor allem das instrumentale "Inaya" und das in den ersten 15 Sekunden stark an System Of A Down's "Aerials" erinnernde "Muscles from Brussels" besonders herausstechen. Eine rundum absolut gelungene Scheibe, die noch dazu nahezu perfekt produziert ist. (maz)
- 8/10 -
Das Album gibt es digital u.a. bei iTunes, das physische Produkt kann hier bestellt werden: theghostofacampaigner@web.de
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