THE GROTESQUERY

The Facts And Terrifying Testament Of Mason Hamilton: Tsathoggua Tales

VÖ: 20. April 2012
Cyclone Empire

In der Retrospektive hätte ich dem Debüt ruhig einen halben Punkt mehr geben können. Damals war ich aber wegen der ersten Kam Lee/Rogga Johansson-Kollaboration (Bone Gnawer) noch etwas mehr geflasht. Zumindest wissen wir jetzt, welche der beiden Spielwiesen mehr Gewicht hat - The Grotesquery! Und mit diesem Horror-Death Metal-Hammer melden sich die beiden Brüder im Geiste in Top-Verfassung zurück. Dass wir von Herrn Johansson quasi immer allererste Qualität geliefert bekommen, ist sowohl hinlänglich bekannt, als auch erschreckend. Und Kam Lee gehört nach all den Jahren weiterhin zu den ausdrucksstärksten Todes-Stimmen der Szene. Die Verschmelzung beider entlädt sich im zweiten The Grotesquery-Konzeptalbum, dessen Ergründung der Story ich den Leseratten überlassen. Musikalisch steckt aber so viel Atmosphäre in der Kiste, dass ich keine Storyline brauche, um in einen Strudel aus blankem Horror, nervenaufreibendem Wahnsinn und unwiderstehlichem Death Metal gezogen zu werden. Im Opener "The Madness (Of Mason Hamilton)" röhrt Kam Lee voller Inbrunst "Am I Insane?!" und schon bist du mittendrin. Weitere Schauerlichkeiten wären z.B. der Midtempo-Smasher "Tsathoggua - The Black God Of N'Kai", das beklemmende "A Terrifying Testament", die rasante Abfahrt "Psychopompos Lamentations For A Dying World" oder das Monster "Gaze Of Ghatanathoa (I Had A Nightmare)". Und alle funktionieren auch ohne weiteres ohne besagtes Konzept. Bindet man die Story wieder mit ein, stellt man zudem aber fest, dass sich die Atmosphäre von Track zu Track steigert und sich der beklemmende Wahnsinn ins Kleinhirn frisst. Beste Voraussetzungen also für ein mächtiges Death Metal-Album, welches die Herzen der traditionellen Anhänger (Bolt Thrower, Massacre, Asphyx, Hail Of Bullets, u.v.m.) im Sturm erobern wird. (sw)

- 9/10 -



 



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