VÖ: 03. Juni 2011 Let It Burn Records
Auch wenn ich diese Aussage blind unterschrieben hätte, aber The Haverbrook Disaster kommen nicht aus den Vereinigten Staaten, auch wenn ihr Hardcore massiv nach einer klassischen Boston- oder New York-Truppe klingt - tatsächlich sind die fünf Herren aber in Karslruhe zu Hause. Auf "Hopeward bound" bricht auf den geneigten Hörer das reinste Gewitter mit Unmengen an Mosh- und 2-Step-Parts herunter, aber zwischen all den typischen Aggro-, Bollo- und Gangshout-Parts verstehen es die Süddeutschen darüber hinaus auch, nicht an Abwechslung und Melodien zu sparen. So ist der Refrain im Titelsong erstaunlich clean (jedoch weit entfernt vom poppigen Metalcore) und gerade in den Midtempo-Parts lassen sich viele positive Feinheiten erkennen, wie z.B. die massiven und tiefen Gitarren, die eben gerade diese Passagen in "Oceanic 815" zu einem kleinen Highlight machen. Als Abrundung des Gesamtpaketes ist neben dem wirklich gelungenen Coverartkwork zweifelsfrei auch die amtliche Produktion von Zeuss (u.a. Hatebreed, Bleeding Through, Shadows Fall) verantwortlich. Insgesamt ist "Hopeward bound" ein gutes Hardcore-Album, das vor allem auch durch seine Vielfalt an Einfällen und Melodien zu gefallen weiß, wobei allerdings trotz aller durchaus vorhandener Explosivität nicht jeder Song so ganz zündet. Da wird zukünftig aber sicherlich noch mehr gehen. (maz)
- 6,5/10 -
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