VÖ: 21. August 2009 Lifeforce Records
Ich kann es drehen und wenden wie ich will. Und eines kann man mir sicherlich nicht vorhalten: Daß ich mich zu wenig mit diesem Album auseinandergesetzt habe. Ich habe "Dead storm" immer und immer wieder gehört, teils mit geschlossenen Augen und Kopfhörer, aber ich finde beim besten Willen kaum Zugang zu diesem äußerst komplexen (wirren?) Material. Es fällt mir sogar schon relativ schwer, eine konkrete Schublade für dieses Album zu finden (falls denn jemand überhaupt eine braucht). Eines muß man den Dänen auf ihrem vierten Album allerdings wirklich positiv anrechnen: So viele unterschiedliche Genres unter einen Hut bekommen, ist schon beachtlich, auch wenn vielleicht gerade darunter das Endergebnis etwas gelitten hat. Ein bißchen Post-Hardcore, ein bißchen Doom, akustische Klangteppiche, wie sie typisch für nordische Folk-/Black Metal-Bands sind - und das alles mit einem meist so zähflüssigen, monotonen, nüchternen, kalten und endlos erscheinenden (epischen?) Soundteppich zugekleistert, daß es mir zwischenzeitlich immer wieder im Fuß kribbelt, weil ich auf's Gaspedal treten möchte. Gleich die beiden ersten Songs - "Fire blizzards" und "Dead people never lie" - verlieren sich im Laufe der Zeit immer mehr in mir völlig undurchsichtiges Songwriting, irgendwo zwischen Chaos, Genie (?) und Wahnsinn, und "Storms of the north" setzt dem Ganzen auch noch die Monotonie-Krone auf. Zugegeben, ein Song wie "Stockholm bloodbath" hat zwar durchaus großartige Momente, aber alles in allem und als Fazit muß ich leider sagen, daß "Dead storm" zumindest für mich persönlich - trotz einiger aggressiver Wutausbrüche - nur ein laues Lüftchen ist. (maz)
- 6/10 -
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