VÖ: 27. Juni 2008 Metal Blade
Man weiß es nicht erst seit gestern. Britische Bands haben immer dieses gewisse Etwas, was sie faszinierend macht. Im Falle der in The Rotted umbenannten Gorerotted verhält es sich bei mir ähnlich wie beispielsweise bei den hektischeren und breaklastigeren Job for a Cowboy und den variantenreichen und dabei flüssig klingenden Soilent Green. "Get dead or die trying" ist da irgendwo in der Mitte. Also eine Death Metal Spielart mit vielen Blasts, einigen Thrash-Einschüben, Crust/Punk-Attacken, dezenten Black Metal-Anleihen und witzigerweise passenden Rock-(?)Passagen. Schwer zu definieren. Denn ähnlich wie bei den genannten Bands ist es schwer einen speziellen Song hervorzuheben. Stattdessen gibt es immer wieder Parts in allen Songs, die mich im Dreieck springen lassen. Die Off-Beats in "The Body Tree" sind so erbarmungslos, daß mir der Nacken jetzt noch weh tut, während beim Titelsong oder dem mit leichtfüßig fliegenden Blasts untersetztem "A return to insolence" ja fast schon gerockt wird. Fast ein kleiner Hit. Das geht live mit Sicherheit richtig ab. Der Titel des Akustik-Intermezzos "A brief moment of regret" lässt augenzwinkernd vermuten, als würden sich diese Freaks für die restlichen musikalischen Gewalttaten entschuldigen wollen. Wer's glaubt. Ich bin auf jeden Fall gleichermaßen erschlagen und verblüfft ob dieser ausgelassenen brachialen und trotzdem kontrollierten Mischung. Krach und Party mit Stil und Können. Und am Morgen danach gibt's dann den Wachmacher mit dem passenden Titel "It's like there's a party in my mouth (and everyone's being sick)". Jungs macht einfach weiter so! (sw)
- 8/10 -
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