THE SHADOW THEORY - Behind the black veil

VÖ: 19. November 2010
Inside Out

Nach dem Ableben von Deadsoul Tribe, war die Nachricht der Reunion von Psychotic Waltz natürlich der Hammer. Hoffentlich geht dabei nicht unter, dass Sänger Devon Graves mit The Shadow Theory noch ein neues eigenes Eisen im Feuer hat. Zum ersten Mal wagt sich Graves an ein Konzept und tappt - zumindest bedingt - in die entsprechend Falle. Die Musik folgt dem Konzept. Nicht schlimm, wenn man als Hörer auch ein Gesamtwerk erleben möchte. Musikalisch bewegen sich The Shadow Theory eher abseits von Deadsoul Tribe-Rhythmen, und proggen sehr offenherzig durch die düstere Welt. Zwar ist nicht jeder Song ein absoluter Volltreffer, doch mit den atmosphärischen "Welcome" und "The black cradle", der gar leichtfüßigen Akustik-Nummer "Selebrate", dem mit tollen Tapping-Leads getränkten "By the crossroads", oder dem fast Musical-mäßigen Rausschmeißer "A symphony of shadows" steht so einiges auf der Haben-Seite, was man einfach nicht wegdiskutieren kann. Über die Sangeskunst von Graves braucht nicht mehr viel sagen (auch die Querflöte ist mit dabei), den Rest des hohen Qualitätslevels erledigen u.a. Gitarrist Arne Schnupper (von den deutschen Prog-Thrashern Complex 7), Bassist Kristoffer Gildenlöw (ex-Pain Of Salvation) und Threshold-Drummer Johanne James, der sich auf "Behind the black veil" mal richtig entfalten kann. Eine vollwertige Band also, zu deren erstem Lebenszeichen man eigentlich nur den richtigen Weg finden muss, um auf ganzer Linie begeistert zu sein. (sw)

- 8/10 -



 



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