VÖ: 29. Oktober 2010 Drakkar / Sony Music
Es scheint fast wie ein kleiner Befreiungsschlag: Nach dem überragenden Debüt-Album ("Blessings from a blackened sky", 2007), und dem unter Zeitdruck und enormen Erwartungshaltungen etwas schwächeren Nachfolgewerk "Origin of the storm" (2009), scheint sich Österreichs erfolgreichste Metalband von sämtlichen Zwängen (auch in künstlerischer Hinsicht), befreit zu haben. Anno 2010 klingen The Sorrow auf ihrem selbstbetitelten dritten Album manchmal durchaus etwas ungewöhnlich und mutig, haben sich über weite Strecken zwar neu definiert, bleiben sich aber natürlich absolut treu, und klingen immer noch ausschließlich nach The Sorrow. Ich möchte mich zwar jetzt nicht so weit aus dem Fenster hinauslehnen, und behaupten, dass das Quartett irgendetwas gänzlich neu definiert hat, denn die klassischen Metalcore-Zutaten sind auf "The Sorrow" allgegenwärtig, aber von neuen Impulsen in einem mittlerweile arg breit getretenen Genre kann man zweifelsfrei sprechen. Die erste Single "Crossing Jordan", das starke "My destiny" oder auch "Heart of a lion" vereinen alles, was einen starken Metalcore-Song ausmacht, und die bei einigen Bands mittlerweile so sehr verhassten cleanen Vocals sind für The Sorrow nach wie vor eine Selbstverständlichkeit, und stellen eher ein i-Tüpfelchen dar, als ein notwendiges Übel. Darüber hinaus kann man sogar mit der mehr als amtlichen (Halb-)Ballade (!) "Farewells" vollends überzeugen. Das dritte The Sorrow-Album steht dem Debüt in nichts nach, kann mit allen 13 Titeln auf ganzer Linie punkten, und zeigt (zusammen mit der letzten Caliban-Scheibe) mehr als eindrucksvoll, wie europäischer Metalcore Anno 2010 zu klingen hat. (maz)
- 8,5/10 -
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