THE SOUTHERN ORACLE - Hellwakening

VÖ: 21. Oktober 2011
Let It Burn Records

Zugegeben, Ungarn hätte ich als letztes Herkunftsland dieser Truppe vermutet. Und die Herren - allen voran Fronter Barnabás Kókai - müssen mächtig schlecht gelaunt sein - anders ist ein solch aggressiver, bitterböser und (im positiven Sinne) widerlicher Hassbolzen kaum zu erklären. Das eröffnende "Allnighters" erschlägt einen förmlich durch seine Überdosis an quasi allem: Breakdowns, Gangshouts, Moshparts, Kinderreime (!), extrem angepisste Growls (die fast schon in Black Metal-artiges Gekeife übergehen) und das alles in einem auf den ersten Blick etwas wirr erscheinenden Song. Das nachfolgende, und mit wenig über 2 Minuten nur halb so lange Stück "Sineater" ballert so massiv und druckvoll in bester Deathcore-Manier aus den Boxen, als hätten Whitechapel, Carnifex und Suicide Silence einen dreckigen Bastard gezeugt (gleiches gilt im übrigen auch für "Scavengers"). Im weiteren Verlauf fällt immer wieder die außerordentlich starke Gitarrenarbeit der Herren Bodócsi und Kemény auf, die solchen massiven Schädelspaltern wie "Monument" das letzte i-Tüpfelchen verpasst, und Darkest Hour-Gitarrist Mike Schleibaum veredelt sogleich dann auch das hitverdächtige "Bring the children home". Und als wären diese zehn tödlichen Geschosse (allesamt auf konstant hohem Aggro-Level) noch nicht genug, gibt's als Bonus noch zwei 2010er Demo-Versionen sowie die komplette 6-Track-Debüt-EP (bei der der Fünfer fast noch krasser abgeht) obendrauf. "Hellwakening" ist in diesem Genre derzeit schlicht und einfach eine der besten Scheiben! (maz)

- 8,5/10 -


 



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