THIS IS HELL - Misfortunes

VÖ: 15. Februar 2008
Trustkill Records

So kann es passieren. Ich dachte, ich würde diese CD vorurteilsbeladen in fünf Minuten durchackern. Falsch gedacht. Dieser New Yorker Fünfer legt nach dem vielbeachteten Debüt "Sundowning" einen weiteren Hardcore-Knaller vor, der sich gewaschen hat. 14 Songs in 44 Minuten ist genau die richtige Dosierung, um mal richtig durch das heimische Wohnzimmer zu pflügen, ohne daß einem langweilig wird. Dafür sorgen die tatsächlich recht abwechslungsreichen Songs (soweit das im Hardcore halt möglich ist), die zunächst mal die richtige Mischung aus Speed-, Midtempo- und Mosh-Parts besitzen. Frontsau Travis Reilly kennt kein Erbarmen mit seinen Stimmbändern und hat dieses gewisse Wahnsinnige, was ihn fast schon angenehm von sonstigen eindimensionalen Brüllaffen abhebt. Doch am Genialsten ist eigentlich die Gitarrenfraktion, die immer wieder mächtig geile Rifffolgen serviert, die aber nicht stumpf erscheinen und zusätzlich das nötige Maß an Technik mitbringt, ohne die Energie der Songs zu killen. Pro forma nenne ich jetzt einfach mal "Disciples" als amtlichen Anspieltipp, aber "Misfortunes" funktioniert auch als Gesamtwerk.
Der Bandname ist zwar noch nicht ganz wörtlich zu verstehen, aber in Bälde vielleicht. Sogar das englische Kerrang!-Magazin will ein Auge drauf halten. (sw)

- 8/10 -


 



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