THIS OR THE APOCALYPSE - Monuments

VÖ: 24. Oktober 2008
Lifeforce Records

Was ist schlimmer: This or the apocalypse? Okay, der Witz ist echt dämlich, aber die musikalische Umsetzung der Antwort ist eindeutig. Beides ist ähnlich vernichtend! Hier werden absolut keine Gefangenen gemacht. Und eine Definition des Gehörten erscheint mir nahezu unmöglich bei den heutzutage inflationär benutzten Begriffen wie Metalcore, Deathcore oder was auch immer. Ich höre hier teils fies vertracktes Riffing, aber auch brutal gradlinige Songstrukturen. Die Beatdowns sind wirklich gemeingefährlich und das gesamte handwerkliche Können dieser Truppe aus Lancaster/Pennsylvania ist so hoch, daß sie auch abseits von 4/4-Schemata mit immensem Druck agieren. Klingt manchmal, als wären Extol mit dem falschen Fuß aufgestanden. Für den passenden Gefühlsanteil sorgen dann die Gitarren, die ihre Melodien und Läufe manchmal mit ähnlicher Handschrift wie einst die NWOSDM contraire gegeneinander spielen. Man muß wirklich schon ein paar Mal mehr hinhören, um das beeindruckende Ergebnis zu begreifen. Vertrackte Granaten wie "Mauna kea" oder der mächtige Titelsong wirken auf mich wie ein ganz böser Bastard der großen 90er Taten von Dark Tranquillity. Um die Verwirrung zu komplettieren, gesellt sich eine allgegenwärtige Apokalypse-Stimmung (bei dem Namen haben sich die Jungs wirklich was gedacht), wie ich sie entfernt von den im Vergleich massenkompatiblen God Forbid kenne. Man höre den Anfang von "The polymath". Das alles macht "Monuments" zwar zu einem verdammt schwer verdaulichen Brocken, dem ich aber weitaus mehr abgewinnen kann, als so manch anderem x-Core/Extrem Metal/whatever-Zugaufspringer. Diese Absicht sehe ich hier nicht, weil die Jungs wirklich zu kompromisslos vorgehen. (sw)

- 8/10 -



 



TRIVIUM - Shogun
THE GATES OF SLUMBER - Hymns of blood and thunder