VÖ: 18. Juni 2010 Folter Records
Zugegeben, ich tue mich wirklich schwer, wenn es um düstere Klänge geht, die mit deutschen Texten dargeboten werden. Im Black Metal ist die Verständlichkeit aber schon mal schwieriger (soll keine Entschuldigung sein), so ist es die Musik, die für mich dafür sorgen muss, das Produkt nicht durch's Raster fallen zu lassen. Im Falle der deutschen Teufelssöhne von Thorngoth hat das zumindest geklappt. Ihr drittes Album "Leere" ist mitnichten leer, sondern gespickt mit ordentlich schwarzem Zündstoff. Stilecht durch das kurze Soundgebilde "In der Leere" geteilt, gibt es hier acht "Leere"-Teile, die alles haben, was das schwarze Herz liebt. Die Produktion ist klar und kalt (und der Bassanteil wurde nicht abgewürgt!), die Gitarren rasieren dem Hörer mit klassischen Riffs und eisiger Melodieführung einen Scheitel, und die Atmosphäre ist dem Thema entsprechend verzweifelt und angenehm negativ. Natürlich ist es schwer, musikalisch einen Part hervor zu heben - "Leere" funktioniert eher als Gesamtwerk. Und das ist nun mal böse, grimmig und dabei richtig abwechslungsreich. Das Wichtigste ist aber die hörbare Überzeugung der Band, die "Leere" zu einem Genuss fernab der abertausenden "ich bin heute mal böse"-Bands macht. Ich habe zumindest festgestellt, dass ich unter den ganzen Underground-Black Metal-Releases zwischendurch gerne in die "Leere" zurückkehre. (sw)
- 7,5/10 -
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