THREE DAYS GRACE - One-X

VÖ: 29. August 2008
GUN Records

"Gut Ding will Weile haben" - oder wie sonst ist es zu erklären, daß das zweite Album der kanadischen Mega-Seller Three Days Grace erst jetzt - 2 Jahre nach Veröffentlichung! - in Deutschland erscheint? Platz 1 in Kanada, Platz 5 in den USA, diverse Top 10-Singles, aber hierzulande fehlt der große Durchbruch noch. Ein erster Schritt in diese Richtung könnte da die Zusammenarbeit mit den Label-Kollegen Apocalyptica sein, mit denen Three Days Grace-Fronter Adam Gontier den Song "I don't care" aufgenommen hat.
Gerade in CD-Reviews müssen musikalische Schubladen zwar sein, aber ich sträube mich dann doch so ein bißchen, den Begriff "Post Grunge" zu verwenden. Ich nenne es einfach modernen/alternativen Rock - irgendwo zwischen Godsmack, Bush, Filter und den ähnlichen üblichen Verdächtigen. Titel wie "Animal I have become" (gnadenlos gute eingängige Riffs), "Pain" (Midtempo-Kracher), "Riot" (erstklassiger Refrain) oder "Never too late" (amtliche Rockballade) haben ein schier unerschöpfliches Hit-Potential, das sowohl die eher jüngere Zielgruppe der Band, als auch die entsprechenden Radio-/Fernsehstationen in reinste Verzückung versetzen wird. Mit "One-X" haben Three Days Grace einmal mehr ihre Daseinsberechtigung eindrucksvoll bewiesen. (maz)

- 8/10 -



 



TAROT - Undead indeed
TRIVIUM - Shogun