VÖ: 07. Mai 2010 Hammersound
Thunder and Lightning aus Berlin sind keine Thin Lizzy-Coverband, sondern ein Suchspiel. Wo sind die Fehler?! Das Presseinfo redet von "einem Feuerwerk aus melodischem, energiegeladenem Power/Thrash Metal, welches dem hungrigen Headbanger alles abverlangen wird" - auweia! Den Begriff "Thrash" würde ich höchstens dafür verwenden, dass die Band in ihrem 08/15-Power Metal versucht, auch mal härter zu sein. "Die einzigartige Stimme von Norman Dittmar…" mag vielleicht ganz gut sein, aber wenn es in den oberen Lagen dünn wird, sollte man es lieber lassen. So viel zu Gelesenem - nun zum Gehörten. Den Begriff "Power" lasse ich noch durchgehen, erinnern die Grooves nicht selten an Brainstorm … nur die Sache mit dem spielerischen Level … es klingt über weite Strecken einfach belanglos, zig-mal gehört und trotz vernünftiger Handhabung völlig akzentfrei. Die Ballade "Lost and gone" ist erwartungsgemäß (man braucht keine Minute dafür) richtig kitschig und bei "Sixty towels" (sechzig Handtücher??!!) wird dermaßen dreist zu Iced Earth geschielt, dass mir die Zurückhaltung, nicht aus dem Fenster zu springen, "alles abverlangt". "…ein Album, welches Thunder and Lightning ganz nach vorne katapultieren wird." - Ha, noch ein Fehler! (sw)
- 6/10 -
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