THUNDERSTORM - As We Die Alone

VÖ: 30. März 2007
Dragonheart

Ich bin nun wirklich kein waschechter Doom-Kopf, aber das was ich besitze hat zumindest bewiesene Klasse. Und deswegen werde ich das 4. Output "As we die alone" der Italiener Thunderstorm ebenfalls behalten. Schuld daran sind eigentlich alle acht Songs (+ zwei Kurz-Instrumentale), die hier mit einer beeindruckenden Hingabe zelebriert werden. Bei "Death rides on the highway" ist man förmlich dabei, wenn Gevatter Tod durch die heiße Wüste von Death Valley knattert. Der Quasi-Titeltrack "We die as we dream (alone)" ist einfach nur traumhaft traurig schön. Und im anschließenden "I wait" fühlt man sich doch etwas an die genialen Solitude Aeturnus erinnert. Zum endgültigen Ausrasten (für Doom-Verhältnisse) bringt mich jedoch der absolut göttliche 10-Punkte-Doomster "S.L.O.W." (wie treffend), in dessen End-Solo sogar eine Atmosphäre aufkommt, die ich fast nur noch aus Zeiten von Paradise Lost zu "Shades of god" kenne. Und auch wenn zu guter Letzt mit dem Hendrix-Cover "Voodoo child" noch mal der Hippie steppt, ist trotzdem die Huldigung der englischen Urväter des Doom - Black Sabbath - allgegenwärtig. Sänger/Gitarrist Fabio "Thunder" Bellan muss Toni Iommi wirklich sehr verehren, stellt er das kurze Gitarren-Intermezzo "Preacher's dream" mal eben in direkte Nachbarschaft zu "Orchid". Aber übel nehmen kann man dem Trio diese auffallenden Querverweise zu keiner Sekunde. Sie tun dies aus Überzeugung und sind dabei überzeugend.
Gelobter Doom, ein neues Prunkstück nimmt Platz in deinem Reiche. Und was für eins! (sw)

- 9/10 -



 



THE ARCANE ORDER - In the wake of collisions