UNEARTH - The march

VÖ: 10. Oktober 2008
Metal Blade

Gehört Unearth die Zukunft im harten Metal oder war ich beim Vorgänger "III: In the eyes of fire" doch etwas zu voreilig, denn ich kann meine Meinung von vor zwei Jahren nicht mehr ganz teilen. Aber objektiv haben Unearth nichts anders gemacht, als was man von ihnen kennt. Zeitgemäßen Heavy Metal mit Thrashkante, einem amtlichen Brüllwürfel am Mikro und Gitarristen, die was können. Der Opener "My will be done" kommt schon mal ziemlich old school-lastig um die Ecke. "Hail the shrine" steht dem fast in gar nichts nach. Doch bei dritten "Crow killer" wird das Scalen-rauf-und-runter-Schrubben der Saitenfraktion doch fast bis zur Schmerzgrenze zelebriert. Das und das kraftvolle aber mitunter eindimensionale Shouting von Trevor Phipps (bei "Letting go" wäre doch echt mehr drin gewesen) wären aber meine aktuellen Mangelpunkte. Dafür hat das Quintett aber mit "Cutman" und "We are the anonymous" (haben da etwa Arch Enemy Spuren hinterlassen?) zwei Anwärter auf die Hitkrone, einen Titeltrack, der seinem Namen alle Ehre macht und einen Hidden Track (nach "Truth or consequence" bei ca. 6.35 min.), der das Wort "hidden" eigentlich überhaupt nicht verdient hat.
"The march" ist ein beeindruckendes Statement einer Band, mit der man weiterhin rechnen muß. Und daß dieses Mal ein halber Punkt weniger drunter steht, liegt nicht an der Veröffentlichungsflut von gleichgearteten (Möchtegern-)Bands, sondern an der Tatsache, daß "The march" einen Ticken an Spritzigkeit gegenüber dem Vorgänger fehlt. Nicht schlimm - Fans werden dieses Album lieben! (sw)

- 8/10 -



 



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