VÖ: 26. August 2011 Massacre Records
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach "Unherzlich willkommen" steht mit "Herzschlag" nun das zweite Album von Unherz aus der Pfalz bereit. Dass man schon im Vorfeld weiß, was einen darauf erwartet - nämlich nichts grundlegend Neues - kann man bereits dem Pressetext entnehmen, der fast wortgenau wie im Vorjahr Vergleiche mit den Böhsen Onkelz, Frei.Wild und den Toten Hosen anstellt. Und wie auch schon "Unherzlich willkommen" kann mich auch "Herzschlag" nicht so wirklich überzeugen, geschweige denn begeistern. Klassischer Deutschrock, wie ihn die zuvor genannten Bands erfolgreich schon seit zig Jahren spielen. Musikalisch ist natürlich alles im grünen Bereich, und der eine oder andere Song weiß sogar durchaus zu gefallen, so wie das sehr Toten Hosen-ähnliche "Rette mich", die über 6-minütige Ballade "Die Hölle muss sein", bei der Sänger Felix im Duett mit einer namentlich nicht weiter erwähnten Dame singt, sowie das flotte und riffstarke "Kein Paradies". Dazwischen kommt man allerdings mit Titel wie "Prall und kugelrund" oder dem im Refrain arg nervenden "20.000 Freunde" dem Tiefpunkt auch schon wieder gefährlich nahe. Eine Weiterentwicklung ist gegenüber dem Debütalbum aber durchaus erkennbar. Fans dieser Band bzw. dieses Genres werden "Herzschlag" sicherlich mögen. (maz)
- 6,5/10 -
|
|
|