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UNISONIC - Light Of Dawn

VÖ: 01. August 2014
earMUSIC

Rückwirkend betrachtet, gehörte das Unisonic-Debüt vielleicht doch zu den Alben, denen ein halber Punkt weniger auch nicht geschadet hätte. Wahrscheinlich war es die zu große Erwartungshaltung, dass Michael Kiske und der nachträglich ins Line Up gerutschte Kai Hansen endlich ihre alten Helloween-Fans beglücken. Das war aber nie die Unisonic-Absicht. Somit verwundert es im ersten Moment, dass der "Light Of Dawn"-Opener "Your Time Has Come" der wahrscheinlich beste Helloween-Song seit Ewigkeiten ist. Riff, Strophe, Chorus, Kiske's einmalige Stimme - der Song ist schlichtweg großartig und zeigt den Nachahmern, wie ein Original es eben richtig macht. Dennoch hat der Kernsatz "Everything we do comes down to Rock 'n Roll" aus dem Song "Unisonic" auch auf dem zweiten Longplayer bestand und mündet in mehr Rock- als Metal-gestützten Nummern wie "Manhunter", "Night Of The Long Knives" oder "Exeptional". Auffällig ist aber von der ersten Sekunde an die Schlüssigkeit und der verbesserte Fokus. Das Quintett hat sich besser aufeinander eingestimmt. Da sind die Balladen auch von nur leicht kitschiger Natur ("Blood") oder richtig guter Qualität ("You And I"). Nebenbei hauen Unisonic mit "When The Deed Is Done" eine immens kraft- und gefühlvolle Nummer raus, die den Place Vendome-Highlight in rein gar nichts nachsteht. Und der Bonustrack der Deluxe Version "Judgement Day" kann sich auch noch hören.
Erwartungshaltungen sind Schall und Rauch, nur aus Qualität resultiert Langlebigkeit - beides wird von Unisonic mit "Light Of Dawn" dick unterstrichen. Da darf ich wohl wieder meine 8,5 Punkte zücken. Dieses Mal aber wirklich! (sw)

- 8,5/10 -