VÖ: 07. August 2009 Ván Records
Seit 2004 treibt sich das niederländische Duo Urfaust in der Szene herum. Als Black Metal wollen sie verstanden werden, was aber nur im ersten Moment völlig unpassend erscheint. Kriechendes Tempo, endlos sich wiederholende Riffs, völlig unkonventioneller, klarer Gesang - der Begriff "Minimalismus" wird hier ad absurdum geführt. Die beiden Tracks dieser MCD sind ein Vorgeschmack auf das neue Album und sie gehen unter die Haut. Der Titelsong macht seinem Namen alle Ehre. 12 Minuten lang trägt ein monotoner Downbeat eine einzige traurige Hintergrundmelodie zu der Frontmann IX über die Hälfte der Zeit sein Leid klagt, als wäre er der letzte Mensch auf dieser Erde. Den Rest dieses Epos übernimmt ein ausuferndes Synthie-Solo, bei dem ich mir die ganze Zeit einen einsamen Clown in einer leeren Manege vorstellen muss. Herzzereissend traurig wie das Leben des "Einsiedlers". Daß der zweite Song "Verderber" entsprechend seinem Titel atmosphärisch in die gleiche Kerbe schlägt, brauche ich wohl nicht zu erwähnen... Höllisch intensiv und nichts für Zartbesaitete! (sw)
- ohne Wertung -
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