VITAL REMAINS - Icons of evil

VÖ: 02. April 2007
Century Media

Death Geballer vom Feinsten. Aber 9 Songs (plus Intro) in 67 Minuten - dürfen das nicht eigentlich nur Nile?! Egal. Tatsache ist, daß Vital Remains an deren Klasse nun nicht kratzen können. Da hilft es auch nicht, daß die Band sich sicher ist, ihr eigenes "Reign in blood" abgeliefert zu haben. Dazu sage ich mal gar nichts, da mir auch noch der Vergleich mit der Band-History fehlt.
Auf "Icons of evil" regiert vorrangig Gevatter Blast (neben dem eindrucksvollen Organ von Deicide's Glenn Benton) - und das in rauhen Mengen und unmenschlichen Geschwindigkeiten. Da gesellen sich immer mal wieder amtliche Midtempo-Parts oder direkte Thrash-Attacken. Wenn man sich mal die Songlängen von sechs bis zu neuen Minuten anschaut, ist es um so faszinierender, dass so viel Knüppelei auf Dauer nicht langweilig wird. Schuld daran dürfte wohl das glückliche Händchen der Band sein, immer wieder einprägsame (leider aber auch des Öfteren schon ähnliche gehörte) Riffs und Melodien zu schreiben. Wie? Melodien? Aber wie! Dave Suzuki bedient nicht nur die Drums in der Geschwindigkeit zweirädrigen Namensverwandten, sondern kümmert sich darüber hinaus auch noch um sämtliche Lead-Gitarren. Und die kann man nun wirklich als virtuos bezeichnen. Richtig interessant wird es dann, wenn man wie bei "Reborn...the upheavel of nihility" sogar zur solierenden Akustikklampfe greift.
Das Erfolgsrezept des Vorgängers "Dechristianize" wurde also bestens fortgeführt. "Icons of evil" hinterlässt definitiv blutige Ohren. (sw)

- 7/10 -



 



VOLBEAT - Beyond hell / Above heaven
VOMITORY - Terrorize brutalize sodomize