VÖ: 26. Februar 2010 Massacre Records
Epic-/Gothic-Metal mit Frauengesang - und kein Ende in Sicht. Das aus Ludwigsburg stammende Quintett Voices of Destiny versucht nun mit seinem Debut-Album "From the ashes" die entsprechende Zielgruppe begeistern zu können. Und was dieses Vorhaben angeht, bin ich doch ziemlich skeptisch... Sämtliche Songs sind leider völlig gesichts- und belanglos. Alles hat man schon tausend Mal gehört, und auch schon zig Mal besser. Die vereinzelt eingesetzten Growls könnten dem Ganzen zwar durchaus einen gewissen Reiz verleihen, aber sie klingen erstens meistens ziemlich gequält und aufgesetzt, und die "Leistung" von Sängerin Meike Holzapfel macht im Nu eh wieder alles zunichte. Die mit Kinderstimmen erschaffene "Spielplatzatmosphäre" in der Halbballade "Apathy" lasse ich gerade eben noch so durchgehen, aber spätestens bei der banal-kitschigen Herzschmerz-Ballade "Bitter vision" kommt man kaum um die Skip-Taste herum. Zwischendurch blitzt dann zwar mal hier ein nettes Riff auf ("Relief"), oder ein Song wie "Hour glass" fängt mir einer starken Doublebass an, um dann binnen Sekunden wieder abzuflachen. Es nützt alles nichts: Es gibt massig ähnlich gelagerte Bands, die zumindest bessere Songs aufweisen können. Das, was Voices of Destiny auf "From the ashes" zu bieten haben, ist ungefähr so dünn und fad wie ein einziger Teebeutel auf eine grosse Kanne Wasser. (maz)
- 5,5/10 -
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