VÖ: 18. Februar 2011 Indie Recordings
Das fünfte Album der ex-Windir-Leute kann im Vergleich mit dem Vorgänger "Milorg" (2009) einige Neuerungen aufweisen: Weniger Black'n'Roll, dafür mehr garstiger Black Metal, gepaart mit starken klassischen 80er-Jahre-Gitarrensoli, und der mitunter träumerischen Melancholie alter Windir-Tage, zu der diese typische nordische Tragik und Epik zählt. Da überraschen dann Titel wie das groovende, und zumeist im Midtempo angesiedelte "The blood eagle" ebenso, wie das an Satyricon erinnernde "Wolverine bastard" oder das erstaunlich thrashige "Fire on the mountain", und plötzlich tauchen ganze clean gesungene Strophen auf ("The sound of the river", "The others & The look"). Auf "V" treiben es Vreid ein ganzes Stück weiter in Richtung Perfektion. Ausgefeilte und düstere Songs, die meist so komplex sind, dass es schon ein paar Durchläufe mehr braucht, um alle Einzelheiten wahrzunehmen. Dazu eine klare und satte Produktion, die dem ganzen den letzten Schliff verleiht. Ein wirklich starkes Album, das mir besonders in Sachen Songwriting und Abwechslung gefällt. Was letzteren Punkt angeht, vor allem beim Gesang und dem Wechselspiel zwischen ruhigen und atmosphärischen Akustikpassagen und den reinrassigen Black Metal-Parts. Klasse! (maz)
- 8/10 -
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